
Auf Initiative der Deutschen in Beuthen nahm der einstige preußische Oberbürgermeister der Stadt wieder vor seinem Haus „Platz“. Der Stadtrat stimmte zu, ein städtisches Unternehmen stellte das Geld bereit, und vor der Villa Georg Brünings wurde eine Denkmalbank mit seiner Figur aufgestellt. Das heutige Beuthen behandelte ihn nicht wie einen Fremden. Die Stadt erkannte ihn als Teil ihrer eigenen Geschichte an.

Der neue Energieminister in der polnischen Regierung, Piotr Masłowski, stammt aus Rydultau und ist Schlesier.Im Gespräch mit Spectrum.Direct spricht er über seine Sorge angesichts der politischen Instrumentalisierung antideutscher Stereotype. Die Folgen dieser Politik könnten gravierende Auswirkungen auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation in Polen haben. Der Minister warnt zudem davor, dass Schlesier und die deutsche Minderheit zu den ersten Opfern einer möglichen Eskalation werden könnten.

Berlin ist die Stadt, aus der einst die dramatischen Befehle zur Bombardierung Warschaus, zur massenhaften Erschießung seiner Einwohner und schließlich zur beinahe vollständigen Zerstörung der Stadt erteilt wurden. Eine erschütternde Bilanz des Unrechts von nahezu kosmischem Ausmaß. Doch wie nach einer Sonnenfinsternis kam ein schöner Tag. Und genau an diesem symbolischen Tag, dem 12. August, reichten sich beide Städte wieder die Hand.

Bei einem sommerlichen Spaziergang erfuhr Karol Heliosz das Geheimnis um die Beziehung seiner Freundin mit ihrem eigenen Cousin. Dabei hörte er auch die Geschichte davon, wie Kasia plötzlich mit ganz anderen Augen auf die Bilder ihres Urgroßvaters mit preußischer Pickelhaube vor den Befestigungen des eroberten Fort Douaumont in Frankreich blickte - und auf die deutsche Geschichte ihrer eigenen Familie.

In Neustadt O.S. hat es tatsächlich ein Ghetto für Deutsche gegeben. Es gab Stacheldraht, Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit und Tod. Achtzig Jahre später brachte der Kreistag von Neustadt O.S. den Mut zu einer Geste der Erinnerung auf und ergriff die Initiative, der Opfer zu gedenken. Dieser ehrenwerte Versuch, sich der Geschichte aufrichtig zu stellen, scheiterte jedoch an lokaler Engstirnigkeit.

Eingezäunte Weiden und deutsche Kühe sind in den Blick polnischer Elche geraten. Offenbar gelangweilt von den Lichtungen der Lubliner Region und des Białowieża-Urwaldes, zogen sie auf der Suche nach neuen Revieren nach Westen – und, wie sich herausstellte, auch nach gesellschaftlichen Abenteuern. Männliche Elche aus Polen sorgen heute in Brandenburg zugleich für Belustigung, Entsetzen und Ratlosigkeit. Umso mehr, als diese Tiere hier seit beinahe 200 Jahren nicht mehr heimisch waren.

Erzbischof Prof. Dr. Alfons Nossol ist der Meinung, dass die Autochthonen ihre Vielfalt akzeptieren und sich nicht ablehnend gegenüber stehen sollen. Sie sollten mehr übereinander wissen, sich gegenseitig unterstützen und bereichern. Diese Ansichten des Erzbischofs könnten als Motto der Bemühungen...

Als die deutsche Minderheitenorganisation vor dreißig Jahren gegründet wurde, wiederholten ihre damaligen Führer wie ein Mantra, dass sie als Brücke in den deutsch-polnischen Beziehungen dienen würde. Dieses Postulat blieb in den nächsten Jahren ein leeres Wort, denn in der Tat hat niemand auch nur definiert, wie eine solche Brücke aussehen würde.
Beethoven, Mozart, Goethe, Paganini, Liszt, Picasso, Kokoschka, Rilke, Hauptmann, Scholtis. Es gab wohl keine andere einheimische Familie, die in ganz Europa so künstlerisch vernetzt war wie die Lichnowskys. Niemand hatte einen so großen Einfluss auf die Entwicklung der Region Ratibor wie sie. Natalia Klimaschka hat ihren Film den Lichnowskys gewidmet.
Alexander von Humboldt gilt als der größte deutsche Wissenschaftler aller Zeiten. Die Universität Berlin und das wiederaufgebaute Königsschloss in der deutschen Hauptstadt tragen seinen Namen. Über Alexander von Humboldts Verbindung zu Schlesien war bisher nur wenig bekannt. Spectrum.direct hat zusammen mit Teresa Kudyba beschlossen, diese Lücke zu schließen und einen Film über Humboldts Präsenz im heutigen Polen zu drehen. Die Premiere des Films fand gestern statt. Die Produktion wurde vom IfA Stuttgart finanziert.
Der Neue Marktplatz spielte einst eine ähnliche Rolle im Leben von Breslau wie heute der Marktplatz. Wie heute das Rathaus war der Neptunbrunnen damals der Mittelpunkt der Stadt. Der Platz war ein Ort des Handels und des gesellschaftlichen Lebens. Der verlorene Neptun wurde 60 Kilometer von Breslau entfernt gefunden. Der Film von Iga Blaszczyk erzählt die Geschichte seiner Odyssee.
Die Stadtverwaltung von Ratibor befindet sich in der ehemaligen Schokoladenfabrik der Familie Sobtzik. Im 19. Jahrhundert war sie eine der berühmtesten Süßwarenmanufakturen in Europa. Die großartige Zeiten in der Geschichte von Ratibor erwecken auch bei den Bewohnern, die nach 1945 in die Stadt eingezogen sind, Interesse und Bewunderung. Dadurch ist die bewegte Geschichte der Lebkuchenfabrik eine Chance, zusammen zu bringen. Die Geschichte der Stadt kann auch ein Ausgangspunkt für die Herausbildung einer neuen europäischen Identität sein (Video).
Die Königliche Eisenhütte Malapane wurde 1754 auf Initiative vom preußischen König Friedrich dem Großen gegründet. Die Geschichte dieses Ortes, einzigartige Exponate, geschaffen von Meistern der Gießereiindustrie der Welt, werden im Museum für Metallurgie vorgestellt. Es wurde dank der versammelten Enthusiasten der Tal der Malapane Assozition gegründet. Der Stolz von Malapane ist die älteste eiserne Hängebrücke auf dem europäischen Kontinent - das Monument der Geschichte. Wir präsentieren einen Filmfeuilleton von Teresa Kudyba.