
Eingezäunte Weiden und deutsche Kühe sind in den Blick polnischer Elche geraten. Offenbar gelangweilt von den Lichtungen der Lubliner Region und des Białowieża-Urwaldes, zogen sie auf der Suche nach neuen Revieren nach Westen – und, wie sich herausstellte, auch nach gesellschaftlichen Abenteuern. Männliche Elche aus Polen sorgen heute in Brandenburg zugleich für Belustigung, Entsetzen und Ratlosigkeit. Umso mehr, als diese Tiere hier seit beinahe 200 Jahren nicht mehr heimisch waren.

Der deutsche Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach anlässlich einer Gedenkfeier für die Opfer von Flucht und Vertreibung nach 1945 über die Notwendigkeit, sich den in Europa wiederauflebenden Nationalismen entgegenzustellen. Das wirksamste Instrument dafür sei eine gemeinsame europäische Identität, die stärker sein sollte, als nationale Egoismen. Gedanken nach dem Berliner Treffen.

Das dritte Straßenfestival der deutschen Minderheit in Oppeln überraschte durch sein künstlerisches Niveau und seine organisatorische Reife. Es war bunt, abwechslungsreich und auf hohem Niveau – von den Auftritten der Kinder bis zum Konzert von Oskar Götz. Doch Zuschauer waren fast gar nicht zu sehen. Die frühere Irritation über deutsche Akzente ist heute völliger Gleichgültigkeit gewichen.

Der Bund der Jugend der deutschen Minderheiten (BJDM) ist in den sozialen Medien präsent und kann Interesse wecken. Wiktor Siemierski, Journalistikstudent an der Schlesischen Universität in Kattowitz, besuchte das Büro des BJDM in Oppeln, um zu prüfen, ob er dort auch einen Platz für sich finden würde. Statt gelebter deutscher Identität fand er eine Organisation vor, die nicht klar beantworten kann, wozu sie eigentlich da ist.

„Die Bleikinder“ zeigen, wie hartnäckig das Bild vom Schlesier als schmutzigem, ungebildeten und hilflosen Menschen fortbesteht. Beschämend ist jedoch nicht die im Film dargestellte Welt, sondern die Sichtweise seiner Autoren: Menschen, die sich nicht von diesem verletzenden Stereotyp befreien konnten und eine beleidigende Vision der schlesischen Gemeinschaft geschaffen haben.

Karol Heliosz besuchte nach vielen Jahren seine Cousins in Baden-Württemberg. Früher beneidete er się um ihr Leben im deutschen „Paradies“. Heute sah er ein von der Krise erschöpftes Land, und in den Gesprächen mit der Familie hörte er Bedauern, Enttäuschung und Angst vor der wachsenden Stärke der AfD.

Erzbischof Prof. Dr. Alfons Nossol ist der Meinung, dass die Autochthonen ihre Vielfalt akzeptieren und sich nicht ablehnend gegenüber stehen sollen. Sie sollten mehr übereinander wissen, sich gegenseitig unterstützen und bereichern. Diese Ansichten des Erzbischofs könnten als Motto der Bemühungen...

Als die deutsche Minderheitenorganisation vor dreißig Jahren gegründet wurde, wiederholten ihre damaligen Führer wie ein Mantra, dass sie als Brücke in den deutsch-polnischen Beziehungen dienen würde. Dieses Postulat blieb in den nächsten Jahren ein leeres Wort, denn in der Tat hat niemand auch nur definiert, wie eine solche Brücke aussehen würde.
Beethoven, Mozart, Goethe, Paganini, Liszt, Picasso, Kokoschka, Rilke, Hauptmann, Scholtis. Es gab wohl keine andere einheimische Familie, die in ganz Europa so künstlerisch vernetzt war wie die Lichnowskys. Niemand hatte einen so großen Einfluss auf die Entwicklung der Region Ratibor wie sie. Natalia Klimaschka hat ihren Film den Lichnowskys gewidmet.
Alexander von Humboldt gilt als der größte deutsche Wissenschaftler aller Zeiten. Die Universität Berlin und das wiederaufgebaute Königsschloss in der deutschen Hauptstadt tragen seinen Namen. Über Alexander von Humboldts Verbindung zu Schlesien war bisher nur wenig bekannt. Spectrum.direct hat zusammen mit Teresa Kudyba beschlossen, diese Lücke zu schließen und einen Film über Humboldts Präsenz im heutigen Polen zu drehen. Die Premiere des Films fand gestern statt. Die Produktion wurde vom IfA Stuttgart finanziert.
Der Neue Marktplatz spielte einst eine ähnliche Rolle im Leben von Breslau wie heute der Marktplatz. Wie heute das Rathaus war der Neptunbrunnen damals der Mittelpunkt der Stadt. Der Platz war ein Ort des Handels und des gesellschaftlichen Lebens. Der verlorene Neptun wurde 60 Kilometer von Breslau entfernt gefunden. Der Film von Iga Blaszczyk erzählt die Geschichte seiner Odyssee.
Die Stadtverwaltung von Ratibor befindet sich in der ehemaligen Schokoladenfabrik der Familie Sobtzik. Im 19. Jahrhundert war sie eine der berühmtesten Süßwarenmanufakturen in Europa. Die großartige Zeiten in der Geschichte von Ratibor erwecken auch bei den Bewohnern, die nach 1945 in die Stadt eingezogen sind, Interesse und Bewunderung. Dadurch ist die bewegte Geschichte der Lebkuchenfabrik eine Chance, zusammen zu bringen. Die Geschichte der Stadt kann auch ein Ausgangspunkt für die Herausbildung einer neuen europäischen Identität sein (Video).
Die Königliche Eisenhütte Malapane wurde 1754 auf Initiative vom preußischen König Friedrich dem Großen gegründet. Die Geschichte dieses Ortes, einzigartige Exponate, geschaffen von Meistern der Gießereiindustrie der Welt, werden im Museum für Metallurgie vorgestellt. Es wurde dank der versammelten Enthusiasten der Tal der Malapane Assozition gegründet. Der Stolz von Malapane ist die älteste eiserne Hängebrücke auf dem europäischen Kontinent - das Monument der Geschichte. Wir präsentieren einen Filmfeuilleton von Teresa Kudyba.