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Identität
Menschen
29.12.2025
Identität des Ortes oder nationale Identität?
Was bedeutet heute Schlesischsein, was Deutschsein in Oberschlesien – und müssen diese beiden Identitäten zwangsläufig miteinander konkurrieren? In einem Gespräch für spectrum.direct spricht Dr. Tomasz Hutsch, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Regios, über die Identität des Ortes, die Situation der deutschen Minderheit sowie über mögliche Formen der Zusammenarbeit jenseits milieubedingter Trennlinien. Es ist eine vertiefte, stellenweise auch polemische Reflexion über Sprache, Erinnerung und die Zukunft einer Region, die – wie der Gesprächspartner betont – im europäischen Maßstab einzigartig bleibt.
Eine der prächtigsten und zugleich am besten erhaltenen aristokratischen Residenzen in Oberschlesien kommt unter den Hammer. Der bisherige Eigentümer ist insolvent, das Anwesen wurde vom Gerichtsvollzieher zum Verkauf ausgeschrieben. Erstmals seit Jahrzehnten eröffnet sich damit die Chance, nicht nur den architektonischen Glanz des barocken Schlosses wiederherzustellen, sondern auch eine aristokratische Lebensform, die untrennbar mit diesem Ort verbunden war.
Agnieszka Dłociok steht an der Spitze einer der dynamischsten Organisationen der deutschen Minderheit in Polen. Während in vielen DFK-Ortsgruppen die Mitgliederzahlen kontinuierlich zurückgehen, kommt der TSKN-Kreisverband in Gleiwitz mit dem Drucken neuer Mitgliedsausweise kaum hinterher. Innerhalb seiner Strukturen ist die Stimme der jungen Generation immer deutlicher zu vernehmen. Im Gespräch mit A. Dłociok sprechen wir über die Quellen dieses Phänomens, über ihr persönliches Verhältnis zur schlesischen Identität sowie darüber, warum – wie sie selbst betont – das, was sie tut, aus dem Herzen kommt und ihr echte Freude bereitet.
Der hundertste Geburtstag von Heinz Piontek wurde in Kreuzburg nicht nur zum Anlass, an einen herausragenden Schriftsteller zu erinnern, sondern auch daran, dass große schlesische Literatur keine nationalen Grenzen kennt. Piontek trug – wie viele Künstler dieser Region – sein Leben lang dieselbe Sehnsucht nach der Landschaft seiner Kindheit in sich.
Der Verlust der Attraktivität der Bundesrepublik Deutschland für nationale Bekenntnisse der deutschen Minderheit hat weitreichende Folgen. Während sich die Autochthonen gerne zu ihren preußischen, regionalen Wurzeln bekennen, beeindruckt der deutsche Pass heute niemanden mehr. Das Interesse an der heutigen Bundesrepublik schwindet zusehends.
Schlesische Arbeiter wurden in Deutschland beleidigt, ausgebeutet und betrogen. Die Konfrontation mit der realen Wirklichkeit der Bundesrepublik war für viele Autochthone ein Schock – und die Enttäuschung wuchs. Diese Stimmungswende in Oberschlesien schien die Führung der deutschen Minderheit kaum wahrzunehmen.
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