Oops! Something went wrong while submitting the form.
Identität
Geschichte
1.11.2026
Das Preußische ist geblieben, das Deutsche ist verschwunden
Zwei äußerst aktive preußisch-schlesische Dörfer. Auszeichnungen für die Pflege von Traditionen, starke generationenübergreifende Bindungen und die Sorge um das lokale Kulturerbe. Deutsche Partner, frühere Studienreisen nach Deutschland, gemeinsame Erfahrungen. Und doch bezeichnen die Nachfahren ehemaliger preußischer Bürger ihr eigenes Erbe nicht mehr als deutsch.
Ein Kołocz mit Mohn und Quark genügte. Einige freuten sich, als bei unserem Klassentreffen plötzlich ein Stück ihres Elternhauses auf dem Tisch stand. Andere verzogen das Gesicht und fragten, warum jemand so einen seltsamen Kuchen bestellt habe. Ein ganz gewöhnliches Klassentreffen zeigte plötzlich, dass Unterschiede, die längst überwunden schienen, noch immer bestehen. Vier Jahre lang waren wir zusammen gewesen. Am Ende zeigte sich jedoch, dass die Geschichten unserer Großeltern, Vorurteile aus dem Elternhaus und die Geschmäcker unserer Kindheit uns stärker geprägt hatten, als wir gedacht hatten.
Wir stehen hier in Demut angesichts des Verbrechens
Zehn Tage lang bewahrten polnische und deutsche Soldaten die materiellen Überreste eines der größten Kriegsgefangenenlagerkomplexe der Wehrmacht vor dem Verfall. Sie arbeiteten gemeinsam, doch sie standen diesem Ort nicht mit derselben historischen Belastung gegenüber. Für die Polen war es die Sorge um die Erinnerung an die Opfer. Für die Deutschen war es die Konfrontation mit den Verbrechen des eigenen Staates. Marlen Sulzer, Konsulin der Bundesrepublik Deutschland in Oppeln, versuchte nicht, diesen Unterschied zu verwischen.
Der II Kongress der Schlesischen Kommunalpolitiker warf mehr Fragen auf, als er Antworten lieferte. Deutlich zu hören war die Forderung, in Oberschlesien eine offene, europäische regionale Identität aufzubauen, die alle Einwohner einschließt. Dennoch drängt sich die Frage auf, ob die Schlesischen Kommunalpolitiker mit diesem Projekt die Gemeinschaft stärken, aus der sie hervorgegangen sind, oder ob sie im Gegenteil einen Weg vorschlagen, der zu einer allmählichen Erosion ihrer kulturellen Eigenständigkeit führt.
Auf Initiative der Deutschen in Beuthen nahm der einstige preußische Oberbürgermeister der Stadt wieder vor seinem Haus „Platz“. Der Stadtrat stimmte zu, ein städtisches Unternehmen stellte das Geld bereit, und vor der Villa Georg Brünings wurde eine Denkmalbank mit seiner Figur aufgestellt. Das heutige Beuthen behandelte ihn nicht wie einen Fremden. Die Stadt erkannte ihn als Teil ihrer eigenen Geschichte an.
Der neue Energieminister in der polnischen Regierung, Piotr Masłowski, stammt aus Rydultau und ist Schlesier.Im Gespräch mit Spectrum.Direct spricht er über seine Sorge angesichts der politischen Instrumentalisierung antideutscher Stereotype. Die Folgen dieser Politik könnten gravierende Auswirkungen auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation in Polen haben. Der Minister warnt zudem davor, dass Schlesier und die deutsche Minderheit zu den ersten Opfern einer möglichen Eskalation werden könnten.
Klikając „Akceptuj wszystkie pliki cookie”, wyrażasz zgodę na przechowywanie plików cookie na swoim urządzeniu w celu usprawnienia nawigacji w witrynie, analizy wykorzystania witryny i wsparcia naszych działań marketingowych.