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3.12.2021
Mit Schlesien tätowiert
"Mit Schlesien tätowiert" lautet der Titel der Fotografie-Ausstellung von Piotr Muschalik. Auf ihnen zeigt der Künstler Menschen, die sich entschieden haben, schlesische Motive auf ihren Körper zu tätowieren. Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Projekts der Akademie der Schönen Künste in Kattowitz. Bei den Treffen mit den Helden der Fotoreportage wurden auch Interviews geführt, die in Form einer vom Kohlebergbaumuseum herausgegebenen Publikation erschienen. Die Ausstellung kann bis zum 10. Dezember besichtigt werden. Maria Honka-Biły
"Ich liebe Deutschland", sagte die weltberühmte kroatischePianistin Mia Pecnik beim Neujahrskonzert in der OppelnerPhilharmonie im Beisein des Botschafters des Landes in Polen,Tomislav Vidosevic. Das Konzert wurde vom deutschen Konsulatin Oppeln organisiert. Neben verschiedenen Funktionen wurdedas Konsulat direkter Organisator der wichtigsten künstlerischenVeranstaltungen, die sich an die Autochthonen richteten.
Sebastian Fikus erzählte mir vom Tod von Petrus Baron. Er bat mich, eine Memoiren zu schreiben, die er direkt auf Spektrum veröffentlichen möchte. Ich wusste nicht, dass Pejter, denn sonannten wir ihn unter unseren Freunden, schwer krank war. Schon im Februar hörte ich ihn in einer ausgezeichneten Sendung Żaneta Gossip Girlfriend "Dobre granie extra" auf Radio Opole, wo er seine Erfahrungen als musikalische Couchteilte: wie immer fröhlich, energisch, geistreich, kompetent, engagiert. Wir trafen uns in den frühen 90er Jahren.
Knut Abraham begleitet die autochthone Gemeinschaft in Schlesien seit vielen Jahren. Im Interview spricht er über seine ersten Kontakte mit dieser Gemeinschaft, über die Notwendigkeit der Unterstützung nationaler Minderheiten in Europa, über die Rezeption der deutschen Widerstandsbewegung und über die Aussichten, in Oppeln ein Denkmal für den unbekannten Wehrmachtsdeserteur zu errichten.
Nach mehrmonatiger, durch die Pandemie verursachterSchließung wurde am 1. August eine Filiale des Museums inGleiwitz eröffnet, die an die Geschichte der Juden inOberschlesien erinnert. Die Ausstellung zeigt sowohl dasAlltagsleben der Juden vor dem Krieg als auch die Veränderungder politischen Situation Mitte der 1930er Jahre in dieserpreußischen Provinz.
Was die Politiker von links und rechts nicht verstanden haben
Fast zur gleichen Zeit, als im polnischen Parlament beschlossen wurde, dass die schlesische Sprache nicht existiert, sprach Łukasz Kohut zu den Versammelten im
Europäischen Parlament auf schlesisch. Das MEP sorgte für große Verwirrung, weil der polnische Übersetzer es nicht verstehen konnte. Auf diese Weise bewies er allen Parlamentariern in der Versammlung deutlich, wie gravierend der Unterschied zwischen schlesisch und polnisch ist. Dank der Bestürzung, die der Kohut auslöste, wurde er plötzlich zum Helden der sozialen Medien auf der ganzen Welt.
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